Tagesstätte für seelisch Behinderte infolge Sucht

Tagesstätte

In der Tagesstätte für Menschen mit seelischer Behinderung infolge Sucht erhalten Sie Hilfeangebote als Eingliederungshilfe gemäß Rahmenvertrag für Sachsen-Anhalt  nach § 131 Abs. 1 SGBXI vom 14.8.2019. Die Tagesstätte ist ein teilstationäres Angebot für erwachsene erwerbsunfägige Menschen mit psychischen Behinderungen bzw. Suchterkrankungen, die in der eigenen Häuslichkeit wohnen und einer engmaschigen Betreuung zur Gestaltung und Bewältigung des Alltags bedürfen.

Zielgruppe

Die Zielgruppe der  Hilfeangebote der Eingliederungshilfe in der Tagesstätte sind Menschen mit einer seelischen Behinderung infolge Sucht. 

Unsere Ziele

Die Hilfen zur Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft  haben zum  Ziel,

- die seelische Behinderung unserer Klienten zu mindern, ihre Verschlimmerung zu verhüten oder ihre Folgen zu mildern,
- Einschränkungen der Erwerbsfähigkeit oder Pflegebedürftigkeit zu vermeiden, zu überwinden, zu mindern oder eine Verschlimmerung zu verhüten - sowie den vorzeitigen Bezug anderer Sozialleistungen zu vermeiden oder laufende Sozialleistungen zu mindern,
- die persönliche Entwicklung ganzheitlich zu fördern und die Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft zu ermöglich und zu fördern,
-  sowie eine möglichst selbständige und selbstbestimmte Lebensführung zu ermöglichen oder zu erleichtern. 

 

Diese Voraussetzungen müssen Sie erfüllen, um die Tagesstätte besuchen zu können!

Voraussetzung für den Besuch der Tagesstätte ist die individuelle  Hilfebedürftigkeit aufgrund der seelischen Behinderungen, etwa durch die Suchtkrankheit. Es muss eine wesentliche seelische Behinderung  vorliegen oder der Hilfesuchende ist von einer solchen Behinderung bedroht. Die Übernahme der Kosten der Eingliederungshilfe durch den zuständigen Sozialhilfeträger ist im Sozialhilferecht geregelt.

So erfolgt die Aufnahme in der Tagesstätte:

Von Ihrem Arzt wurde Alkohol- oder Drogenabhängigkeit festgestellt. Sie haben den Willen, zukünftig ohne Alkohol oder Drogen zu leben. Informieren Sie sich in einer Suchtberatungsstelle in Ihrer Nähe oder informieren Sie sich vor Ort in der Tagesstätte, dort erfahren Sie alles über die Antragstellung. Stellen Sie einen Antrag bei Ihrem zuständigen Sozialamt.

 

Das örtliche Sozialamt prüft unter Ihrer Mitwirkung den Antrag und Sie erhalten einen Bescheid über die Gewährung der Eingliederungshilfe.

Was erwartet Sie in der Tagesstätte?

Foto: Depositphotos

 

Die Klienten besuchen die Tagesstätte von Montag bis Freitag für je 6 Stunden, in der Regel von 8 Uhr bis 14 Uhr. Unter Anleitung von Fachkräften erhalten Sie Hilfeangebote in den Bereichen Arbeit, Bildung und Tagesstruktu, zur Selbstversorgung, zur persönlichen Lebensplanung und Lebensgestaltung, zur Gestaltung sozialer Beziehungen und zur Freizeitgestaltung. Sie bekommen Angebote, die Ihnen Helfen, alltägliche Aufgaben wie Einkaufen, gemeinsames Kochen des Mittagessens, die Einnahme der Mahlzeiten, Hausarbeiten, Hausputz und Gartenarbeiten zu erledigen. Es gibt Angebote zur Beschäftigung, für handwerkliche Tätigkeiten, für Bewegungs- und geistige Aktivitäten, geselliges Beisammensein und zur Pflege sozialer Kontakte. Nicht zuletzt können Sie individuelle psychosoziale Hilfen und Beratung zu allen Frage, die Ihr Leben betreffen erhalten. Die Klienten lernen, ihre Zeit sinnvoll einzuteilen und sich auch selbst zu beschäftigen. Weiterhin erhalten sie Hilfe zur Erlangung von mehr Selbständigkeit im Umgang mit Institutionen und Behörden und auch im Umgang mit dem eigenen Geld.

Eine wichtige Zielstellung der Hilfen besteht darin, mit der Suchterkrankung angemessenumzugehen, Einsicht in die Erkrankung zu erlangen und die Auswirkungen der vorhandenen Behinderungen erfolgreich zu meistern. Dazu erhalten die Klienten bei Bedarf Hilfen zur Überwindung von Störungen der Emotionalität, bei der Bewältigung von Problemen mit sich selbst und anderen Menschen.

Foto: Depositphotos

 

Eine Vielzahl an Freizeitaktivitäten hilft, wieder Freude am Leben zu gewinnen und das Leben in der Tagesstätte abwechslungsreich und interessant gestalten. Gemeinsame Ausflüge, Spaziergänge gehören dazu wie Busfahrten, Sportspiele, Schwimmen, Museumsbesuche . Beim kognitiven Training, Wissensquizz oder Besuchen von Zoos, Ausstellungen und Museen bieten sich viele Möglichkeiten vorhandene Defizite im Bereich Bildung auszugleichen. Auch kulturelle Betätigung, Spiele, Gesang und das Einstudieren von kleinen Kulturprogrammen helfen,  Sie wieder in Schwung zu bringen.